Berechnet mit der Meyer-Formel tägliche und monatliche Verdunstung nach Fläche, Temperatur, Luftfeuchte und Wind.
Sammeln Sie zunächst die vier Umgebungsgrößen, die das Werkzeug benötigt: durchschnittliche Lufttemperatur, Wassertemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit an der Pooloberfläche. Messen Sie die Wassertemperatur mit einem schwimmenden Thermometer abseits der Einlaufdüsen und lesen Sie die Luftfeuchtigkeit aus einer lokalen Wetterquelle oder mit einem einfachen Hygrometer ab. Sie geben außerdem die Pooloberfläche in Quadratmetern oder Quadratfuß ein, da die Verdunstung unmittelbar mit der freiliegenden Oberfläche skaliert, nicht mit dem Gesamtvolumen. Wenn Sie nur Länge und Breite kennen, multiplizieren Sie diese für eine rechteckige Oberfläche; bei Freiformpools schätzen Sie die benetzte Fläche. Vermerken Sie, ob der Pool beheizt ist, denn wärmeres Wasser und ein größerer Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft erhöhen die Verdunstungsrate erheblich. Halten Sie schließlich wasserbewegende Elemente wie Fontänen, Wasserfälle oder Überläufe fest sowie ob eine Abdeckung genutzt wird, da beides die Ergebnisse deutlich verändert. Eine genaue Oberfläche und eine aktuelle Wassertemperaturmessung sind die beiden Eingaben mit dem größten Einfluss auf die Schätzung, messen Sie diese daher bevorzugt, statt aus dem Gedächtnis zu raten.
Die Verdunstung wird üblicherweise mit einem Dampfdruckmodell geschätzt: Rate = (95 + 0,425 × W) × (Pw − Pa) / Y, wobei W die Windgeschwindigkeit (mph) ist, Pw der Sättigungsdampfdruck bei Wassertemperatur, Pa der Dampfdruck der Luft und Y die Verdampfungswärme. Das Ergebnis sind Pfund Wasser pro Quadratfuß pro Stunde, das sich in Tiefe und Gallonen umrechnen lässt. Als Rechenbeispiel: Eine Pooloberfläche von 600 sq ft, die täglich 0,25 Zoll an Tiefe verliert, verliert 600 × (0,25/12) = 12,5 Kubikfuß, und 12,5 × 7,48 = etwa 93 Gallonen (≈352 Liter) pro Tag. Über einen 30-tägigen Sommermonat sind das rund 2.800 Gallonen (≈10.600 Liter). Eine Solar- oder Sicherheitsabdeckung senkt diesen Verlust typischerweise um 50 bis 95 Prozent, derselbe über Nacht abgedeckte Pool verlöre also nur etwa 30 bis 45 Gallonen (≈115 bis 170 Liter) täglich. Multiplizieren Sie die verlorenen Gallonen mit Ihrem Wasserpreis, um die monatlichen Nachfüllkosten zu schätzen.
Genauigkeit ist hier wichtig, weil die Verdunstung die Vergleichsbasis bildet, wenn Sie einem vermuteten Leck nachgehen; eine Überschätzung des normalen Verlusts kann einen echten Rohrleitungsriss verbergen, während eine Unterschätzung Sie einem Leck hinterherjagen lässt, das nur die Julihitze ist. Ein häufiger Fehler ist, der Verdunstung Wasser anzulasten, das in Wahrheit durch hohe Badelast oder einen kräftigen Wasserfall herausgespritzt wird, protokollieren Sie daher die Nutzung neben dem Pegelabfall. Ein weiterer Fehler ist zu übersehen, dass jede Gallone Frischwasser Ihre Wasserchemie verdünnt: Starke Sommernachfüllungen senken Stabilisator (CYA), Salz und Calciumhärte, testen Sie diese nach großen Nachfüllungen erneut und dosieren Sie bei Bedarf nach. Das Nachfüllen verschiebt auch Ihre LSI-Balance, prüfen Sie pH und Alkalinität daher in der Hochsaison wöchentlich. Sparen Sie, indem Sie den Pool bei Nichtnutzung stets abdecken, die Wassertemperatur um einige Grad senken und Fontänen nur laufen lassen, wenn Sie die Kühlung wünschen. Diese Berechnung selbst birgt keine chemische Gefahr, doch die dadurch ausgelöste Nachdosierung sollte stets dem Grundsatz folgen: langsam zugeben, nachtesten, dann anpassen.
Ein typischer Pool verliert je nach Temperatur, Wind und Luftfeuchtigkeit etwa 1/4 bis 1/2 Zoll Wasser pro Tag.
Machen Sie den 'Eimer-Test'. Stellen Sie einen Eimer mit Wasser auf eine Pool-Stufe und markieren Sie den Wasserstand in Eimer und Pool. Sinkt der Pool stärker, haben Sie wahrscheinlich ein Leck.
Ja. Spritzendes Wasser und Sprühnebel vergrößern die der Luft ausgesetzte Oberfläche, was Verdunstung und Abkühlung deutlich beschleunigen kann.